„Etwas verschiebt sich“ ist eine gemeinsame Arbeit von Linn Schröder und Anne Schönharting. In der Vorstellungswelt des magischen Realismus stehen Pflanzen, Tiere, Bäume und Menschen ebenso wie Wind und Erde in Beziehung zueinander. Ausgangspunkt ist die Suche nach Verbindung und das bewusste Arbeiten mit veränderter Wahrnehmung. Die Arbeit entsteht aus Erfahrungen, die gewohnte Grenzen verschieben. Es ist der Ver-such, in eine Form des kindlichen Staunens zurückzukehren, in ein Sehen, das nicht sofort benennt, deutet oder festlegt.
Entstanden sind die Bilder in wiederkehrenden Aufenthalten in den Landschaften Mecklenburgs und den Wäldern der Pyrenäen, begleitet von Gesprächen, die Persönliches und Gegenwärtiges berühren. Vor dem Hintergrund einer Zeit, in der sich gesellschaftliche und politische Verhältnisse spürbar verändern, ist das Aufsuchen der Natur eine bewusste Bewegung hin zu einer anderen Form von Gegenwart. Diese Bewegung vollzieht sich im Außen wie im Innen und findet in den Bildern eine Form der Projektion. Sie entsteht in gemeinsamer Arbeit und Autorenschaft, in der sich Perspektiven verschränken und erweitern. Gewissheiten geraten ins Wanken.
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