Der »After Nature. Ulrike Crespo Photography Prize« ist ein gemeinsames Projekt der C/O Berlin Foundation und der Crespo Foundation, Frankfurt am Main. 2026 wird der Preis nun zum dritten Mal vergeben. Auch dieses Jahr wurden zwei Künstler:innen gewürdigt, die in Fotografie und visuellen Medien auf die veränderten Ökologien der Gegenwart reagieren. Neben Susanne Kriemann ist Stelios Kallinikou Preisträger.
Susanne Kriemann widmet sich den Verästelungen des Atomzeitalters. Strahlung erscheint in ihrer Arbeit nicht als fernes oder abstraktes Phänomen, sondern als Teil unserer unmittelbaren Umgebung, etwa in den Landschaften, in denen ehemals Uran abgebaut und verarbeitet wurde. Ebenso richtet sie den Blick auf Rückstände der Schwerindustrie, die unbemerkt in unseren Alltag eingegangen sind – Schlacke zum Beispiel, die als Füllmaterial in Berliner Gründerzeithäusern verbaut wurde, darunter auch in ihrem eigenen Studio. In fotografischen Verfahren und Materialbeobachtungen macht Kriemann diese verborgenen Präsenzen sichtbar und zeigt, wie durchlässig die Grenze zwischen industrieller Vergangenheit, Landschaft und den Räumen ist, die wir heute bewohnen.
Ausstellung
C/O Berlin, 12.9.2026 – 3.2.2027
Crespo Open Space, Frankfurt, 26.2.2027 – 23.5.2027





