Nam Tchun-Mo (*1961) steht für eine zeitgenössische Fortsetzung der Dansaekhwa-Bewegung, einer südkoreanischen Kunstbewegung, die bereits in den 1960er Jahren radikal abstrakt, weitgehend monochrom und zunehmend dreidimensional arbeitete. Durch repetitive Handlungen in einer meditativen Malpraxis schafft er eine zeitgenössische Interpretation von „golbeop“ (骨法), einem klassischen Prinzip der ostasiatischen Malerei, das die strukturelle Vitalität und Lebenskraft des Pinselstrichs betont. Er verbindet auf organische Weise Tradition und Zeitgenossenschaft, Handwerkskunst und abstrakte Form, Körperlichkeit und Spiritualität sowie persönliche Erinnerungen und kollektive kulturelle Erfahrungen. Die zentralen formalen Elemente von Nam Tchun-Mos Praxis sind Linien, die an gefurchte Felder erinnern, und Elemente traditioneller Architektur wie Gitterfenster und Dachsparren.
„A Well That Never Dries“ ist nach „Beam Lines Spring Stroke“ das zweite Buch über und mit Nam Tchun-Mo in unserem Programm, mit dem wir einen der bei uns seltenen aber umso schöneren Ausflüge, weg von der Fotografie, in die Malerei und Skulptur wagen.
Nam Tchun-Mo lebt und arbeitet in Daegu, Korea und Köln. Er stellt regelmäßig in Korea und in Europa, insbesondere in Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien aus.







